Schulwelt

#4 – Systemdruck

Wir haben mal wieder PISA. Wenige Wochen nach ICILS. Irgendwas ist ja immer. Und was kommt raus, bei so einer Studie? Deutschland ist Mittelmaß. Vielleicht etwas besser als der Durchschnitt. Aber eben doch Mittelmaß. Und auf jeden Fall unter den Ansprüchen eines Weltmarktführers an sich selbst.

Alle schauen auf die Ergebnisse. Alle kratzen sich verwundert am Kopf. Wir haben doch so viel getan, in den letzten Jahren? Alles umsonst?

Ja, wir tun viel. Aber vielleicht ist das auch zu viel Aktionismus. Nach ICILS – mehr Technik. Bei Fachkräftemangel – mehr MINT. Bei PISA – mehr für Schulen in schwieriger Lage.

Wie wäre es, die Schulen einfach mal machen zu lassen. Diejenigen, die ganz vorne stehen, die jeden Tag im Klassenzimmer stehen, die, die Schulen leiten, wissen heute oft sehr gut, was man tun müsste. Sie brauchen nicht immer wieder neue Förderungen, sie brauchen die Freiheit Schule für ihre Schüler*innen gut zu gestalten. Die Freiheit und Unterstützung. Was sie nicht brauchen, sind immer neue Projekte, die nur auf einen vermeintlichen Projekterfolg schauen, der sich dann in quantivizierbaren Zahlen manifestiert: Webseitenaufrufe, Downloads, Teilnehmer an einer Konferenz.

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